Manuelle Medizin nach Tilscher – Sanfte Hilfe bei akuten Beschwerden des Bewegungsapparates
Was ist Manuelle Medizin?
Die Manuelle Medizin ist eine ärztliche Behandlungsmethode, bei der Funktionsstörungen und Blockierungen an Wirbelsäule, Gelenken und Muskeln mit gezielten Handgriffen erkannt und behandelt werden.
Sie eignet sich insbesondere bei Schmerzen, die durch Fehlbelastungen, Verspannungen oder eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit entstehen, also ohne schwere strukturelle Schäden.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Manuellen Medizin um eine Privatleistung handelt. Für einen Akut-Termin bei Dr. Martin Wurz nutzen Sie bitte den entsprechenden Button auf unserer Website.
Wann ist Manuelle Medizin sinnvoll?
Vor allem bei akuten Beschwerden des Bewegungsapparates kann eine manualmedizinische Behandlung auch ohne Medikamente rasche Erleichterung bringen, unter anderem bei:
- Rückenschmerzen (z. B. „Blockierungen“, „Hexenschuss“)
- Nackenschmerzen oder Verspannungen
- Bewegungseinschränkungen in Gelenken
- Kopfschmerzen mit muskulärer Ursache
- Beschwerden nach Fehlhaltungen oder einseitiger Belastung
Bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden ist häufig eine weiterführende Abklärung erforderlich. In diesen Fällen beraten wir Sie gerne individuell auch ohne Termin während unserer Öffnungszeiten.
Behandlungskonzept nach Prof. Hans Tilscher
Wir arbeiten nach dem österreichischen Konzept der Manuellen Medizin nach Prof. Hans Tilscher. Dieses zeichnet sich aus durch:
- sanfte, gezielte Handgriffe
- keine Anwendung ohne genaue Untersuchung
- gegebenenfalls bildgebende Abklärung (z. B. Röntgen oder MRT), um ernsthafte Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle, Frakturen oder Entzündungen auszuschließen
Ablauf der Behandlung
Die manualmedizinische Behandlung umfasst in der Regel:
- gründliche Untersuchung mit Erhebung der Krankengeschichte
- bildgebende Abklärung (z. B. Röntgen) falls notwendig – insbesondere bei Wirbelsäulenbeschwerden
- manuelle Behandlung mit Mobilisationen oder sanften Impulstechniken
- begleitende Beratung zu Bewegung, Haltung und Alltag
Wann darf Manuelle Medizin nicht angewendet werden?
Zu den Kontraindikationen zählen unter anderem:
- Akutstadien entzündlicher Gelenkerkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis)
- Tumorerkrankungen im zu behandelnden Bereich
- frische Traumen mit strukturellen Gelenkverletzungen
- operativ versorgte Frakturen
- ausgeprägte Hypermobilität oder Instabilität
- Osteoporose
Bei diesen Konstellationen ist zu beachten, dass bestimmte Techniken – insbesondere Manipulationen – nicht angewendet werden dürfen. Sanftere Methoden, wie etwa die postisometrische Relaxation, können in ausgewählten Fällen dennoch sinnvoll eingesetzt werden.
Risiken der Behandlung
Bei manualmedizinischen Behandlungen an Armen und Beinen können vorübergehend muskelkaterähnliche Beschwerden auftreten. Schwerwiegende Risiken sind insgesamt selten.
In sehr seltenen Fällen kann eine Behandlung an der Halswirbelsäule bestehende, zuvor nicht bekannte Gefäßveränderungen verschlechtern. Dies kann im Ausnahmefall zu schwerwiegenden neurologischen Komplikationen führen. Ebenfalls sehr selten kann es bei bestehenden Vorschädigungen der Wirbelsäule zu einer Verschlechterung kommen.
Bei stark geschwächter Knochensubstanz, etwa bei schwerer Osteoporose oder Knochentumoren, können in Ausnahmefällen trotz größter Sorgfalt krankhafte Knochenbrüche auftreten.
Was Sie noch wissen sollten
Manuelle Medizin ist kein „Einrenken“, sondern eine medizinisch fundierte Behandlung, die ausschließlich nach sorgfältiger Abklärung eingesetzt wird – zu Ihrer Sicherheit.
Bei Beschwerden des Bewegungsapparates beraten wir Sie gerne individuell.